Einzigartig. Einheimisch. Das Huhn aus Bayerisch Schwaben

Augsburger Gockel

Das Augsburger Huhn wurde um 1870 von Julius Meyer in Augsburg aus der französischen Rasse La Fleche mit schwarzläufigen italienischen Lamotta Hühnern  gekreuzt. Zunächst in und um Augsburg, verbreitete es sich schnell in ganz Bayerisch-Schwaben und darüber hinaus, zeitweise bis in den Schwarzwald. Das Augsburger Huhn gilt als robust und hat sich bestens an die mitunter auch rauen klimatischen Bedingungen der schwäbisch-bayerischen Hochebene angepasst. Das herausstellende Merkmal ist der sogenannte Becher- oder Kronenkamm. Es ist ein prachtvolles Tier, welches auch als Schönheitshuhn gezüchtet wird, und die einzige einheimische Hühnerrasse Bayerns. Das Augsburger Huhn war bis in die 1960er Jahre sehr beliebt und weit verbreitet. Mit dem Aufkommen der Hochleistungsrassen veränderte sich die Lage rasant. Das Augsburger Huhn als Zweinutzungshuhn hat zwar mit durchschnittlich 150-180, weißschaligen Eier pro Jahr eine recht ordentliche Legeleistung, mit den Hochleistungshühnern kann das Augsburger jedoch nicht mithalten. Auch bei der Futterverwertung  kann das Augsburger nicht mit konventionellen Masthähnchen konkurrieren. Deshalb gilt das Augsburger Huhn heute als sehr gefährdet; Der Bestand wird auf wenige hundert Tiere geschätzt. Vorrangiges Ziel ist es daher, den Verbraucher über die kostenintensive Haltung dieser Hühnerrasse aufzuklären, damit höhere Erlöse erzielt werden können und das Huhn sowohl für die Landwirte als auch die Konsumenten wieder attraktiv wird.